{"id":387,"date":"2024-06-09T16:35:41","date_gmt":"2024-06-09T14:35:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/?p=387"},"modified":"2024-08-16T15:40:42","modified_gmt":"2024-08-16T13:40:42","slug":"kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/kirche\/","title":{"rendered":"Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber die Anf\u00e4nge der Christianisierung im Oberland ist wenig bekannt. Jedenfalls war es im 9. Jh. Bestandteil des Ostfrankenreiches und damit im Prinzip r\u00f6misch-katholisch. Historiker bezeichnen unser Gebiet lediglich als \u201edeutsches Interessengebiet\u201c oder als \u201egermanisch-sorbische Durchdringungszone\u201c. Machtfragen standen somit im Vordergrund, w\u00e4hrend die Christianisierung schleppend verlief. Nur Saalfeld und Umgebung war schon vor 900 ein fr\u00fchdeutscher Br\u00fcckenkopf, der kirchlich dem Dom zu Erfurt direkt unterstand. Erst im Jahre 968 entstanden Missionsbist\u00fcmer an der damaligen deutschen Ostgrenze. Das heutige Ostth\u00fcringen geh\u00f6rte zum Bistum Zeitz (ab 1028 Sitz Naumburg).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erstes Kloster in unserer N\u00e4he entstand um 1070 in Saalfeld. Die M\u00f6nche bezeichneten die Bev\u00f6lkerung des Waldgebirges \u2013 zumeist Sorben \u2013 als halbheidnisch. Von Saalfeld aus setzte dann auch die christliche Missionierung nach S\u00fcden ein und erreichte u.a. Rauschengesees, Eliasbrunn und Lehesten. Vom S\u00fcden her missionierten die Bist\u00fcmer Bamberg und sogar Regensburg; sie erreichten die Linie Arlas und Gefell.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrig blieb ein schmaler Streifen um das heutige Lobenstein, Saalburg und Schleiz. Das war der S\u00fcdzipfel des Bistums Zeitz\/Naumburg. Bei Zeitz wurde 1114 das bedeutende Kloster Bosau gegr\u00fcndet und in die Missionierung wie auch die Landesverwaltung einbezogen. Die endg\u00fcltige Durchsetzung der Feudalordnung ab 1100 und die Vervollkommnung der Kirchenorganisation geh\u00f6rten untrennbar zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider fehlen konkrete Aussagen \u00fcber diese Vorg\u00e4nge des 12. Jh. in unserer n\u00e4heren Umgebung. Vor allem ist unklar, wer das Sagen hatte und wo dessen Sitz war.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst die Belehnung der Lobdeburger im Jahre 1204, unter anderem mit dem Gebiet um das heutige Saalburg, bringt erste gesicherte Nachrichten. Bis 1216 entsteht die Burg Saalburg mit einer Kapelle. Bereits 1222 wird der Ort Saalburg und 1240 ein \u201eTerritorium Saalburg\u201c genannt. Die Lobdeburger erwerben sich gro\u00dfe Verdienste beim Landesausbau, aber sie sterben 1240 im Mannesstamm aus. Ihr Erbe \u00fcbernehmen ab 1248 schrittweise die V\u00f6gte von Gera, jedoch nicht ohne Kampf.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u00e4lteste Kirche der Umgebung wurde im Jahre 1223 die von Kulm durch die Bisch\u00f6fe von Havelberg und Naumburg geweiht. Das k\u00f6nnte auf einen symbolischen Abschluss des Aufbaus der Kirchenorganisation hindeuten. Nicht auszuschlie\u00dfen w\u00e4re auch, dass hier zuvor ein heidnisches Heiligtum bestand. Der Berg \u201eKulm\u201c ist pr\u00e4gnant genug. Vielleicht ist die Gr\u00fcndung des Klosters kurz um 1310 gerade an dieser Stelle kein Zufall.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Chronik von Zoppoten soll ein Vorg\u00e4ngerbau der dortigen Kirche bereits im 10. Jh. bestanden haben, aber das ist nicht sicher. Organisatorisch war die Kirche R\u00f6ppisch schon immer eine Filial von Zoppoten. Zum Kirchspiel geh\u00f6rte und geh\u00f6rt au\u00dferdem P\u00f6ritzsch. Um 1350 waren zeitweilig noch Sch\u00f6nbrunn und Remptendorf angeschlossen, w\u00e4hrend in dieser Zeit Friesau zu Lobenstein geh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche R\u00f6ppisch wird von Kirchenhistorikern als eine romanische Gr\u00fcndung aus der Zeit um 1200 angesehen. Sie tr\u00e4gt den Namen von Sankt Wolfgang, einem Heiligen aus dem Bistum Regensburg. Dieser war der Schutzheilige f\u00fcr Waldarbeiter, K\u00f6hler, J\u00e4ger und Kirchenbauer. Er lebte von 924 bis 994. Sein Todestag ist der 31. Oktober, worauf der Kirmestermin von R\u00f6ppisch eigentlich zur\u00fcckgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Errichtung der Kirchen wurde die Erdbestattung auf \u201eGeweihtem Boden\u201c (Kirchhof) zwingend vorgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallelen zur Kirche von Kulm sind un\u00fcbersehbar. Beides waren urspr\u00fcnglich Wehrkirchen und vor allem \u00e4hneln sich die alten Kirchent\u00fcren. Die pr\u00e4chtigen schmiedeeisernen Beschl\u00e4ge von Kulm wurden in R\u00f6ppisch etwas einfacher nachempfunden. Sie k\u00fcnden noch heute von der Kunstfertigkeit der damaligen Schmiede.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"332\" src=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kirchtueren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-152\" srcset=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kirchtueren.jpg 448w, https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kirchtueren-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kirchent\u00fcr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle einige Gedanken zum D\u00f6rfchen \u201eHohndorf\u201c (siehe Beitrag Hohndorf).<\/p>\n\n\n\n<p>Eigenartigerweise verf\u00fcgt die Kirchgemeinde R\u00f6ppisch \u00fcber zwei St\u00fccke Kirchenwald, beide liegen im Flurteil Hohndorf. Beim Betrachten der Flurkarte ist zu erkennen, dass das kleinere St\u00fcck mit 0,44 ha eindeutig zum ehemaligen Dorf Hohndorf geh\u00f6rte. Kirchenrechtlich hei\u00dft das, es war dort zumindest eine Kapelle geplant. Daraus wurde wahrscheinlich nichts, denn das D\u00f6rfchen umfasste nur 8 bis 9 H\u00f6fe und damit lediglich 60 bis 70 Einwohner.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese gingen einfach mit nach R\u00f6ppisch in die Kirche, da sie offensichtlich insgesamt mit zu R\u00f6ppisch geh\u00f6rten. Eigenartig ist noch, dass das St\u00fcck Kirchholz der Kirchgemeinde R\u00f6ppisch mit 1,33 ha auch im Flurteil Hohndorf liegt. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr w\u00e4re, die feudale Aufteilung der alten Flur R\u00f6ppisch war schon vor der Kirchenorganisation abgeschlossen. Da war es einfacher, im Hohndorf eine Fl\u00e4che zuzuweisen. Ob es daf\u00fcr einen Gr\u00f6\u00dfenschl\u00fcssel gab, ist nicht bekannt. Aber die Gr\u00f6\u00dfen der beiden Waldst\u00fccke widerspiegeln auff\u00e4llig das Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnis von R\u00f6ppisch zu Hohndorf, n\u00e4mlich 3:1. Sogar der \u201eobligatorische Kirchsteig\u201c \u2013 der k\u00fcrzeste Fu\u00dfweg zur Kirche \u2013 ist nachvollziehbar. Er f\u00fchrte von der H\u00e4userzeile in der heutigen \u201eBeerleit\u201c ins Tal (\u201eFichtig\u201c) und weiter \u00fcber den \u201eAmeisensteig\u201c ins Dorf R\u00f6ppisch. Die L\u00e4nge betr\u00e4gt nur rund einen Kilometer.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauere schriftliche Nachrichten dar\u00fcber werden kaum noch auffindbar sein, da der 30-j\u00e4hrige Krieg fast alle Unterlagen des Pfarramtes Zoppoten vernichteten. Erst nach 1650 setzen z\u00f6gerlich wieder Nachrichten ein. Um 1690 ist die Ordnung wieder hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Nachweisbare Bauma\u00dfnahmen:<\/p>\n\n\n\n<p>1596&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 850 neue Dachschindeln und neue Stricke f\u00fcr die Glocken<\/p>\n\n\n\n<p>1621&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Pfarrhaus Zoppoten wird neu gebaut. Die Baukosten betragen 200 Gulden, davon zahlt R\u00f6ppisch 80 Gulden.<\/p>\n\n\n\n<p>1626 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reparatur Aufh\u00e4ngung der gro\u00dfen Glocke<\/p>\n\n\n\n<p>1628&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erneuerung von Haspel und Schwengel der kleinen Glocke<\/p>\n\n\n\n<p>1651\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Anschaffung einer neuen Glocke (die R\u00f6ppischer scheinen den Krieg glimpflich      \u00fcberstanden zu haben)<\/p>\n\n\n\n<p>1652&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 24\/13\/6 Beitrag \u201ezum neuern Glocken\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1655&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Errichtung des Altar 90\/0\/7 Umbau und Reparatur \u2013 u. a. (Gots Vatter ist Hans Pasold; als Schreiber hilft Lehrer Dittmar). 1100 Ziegel von Ziegelei Hans Lang bei P\u00f6ritzsch. Viele N\u00e4gel und diverse Bretter, T\u00e4felung der Decke durch Tischler aus Saalburg \u201eSchwelbogen samt Obert\u00fcr\u201c durch Maurer K\u00f6chel und Groh. Vorh\u00e4uslein und Gew\u00f6lbe im Tor, Kanzel, Treppe und Altar, \u00c4nderung Beichtstuhl durch die Zimmerleute P\u00f6hlmann und V\u00f6lckel<\/p>\n\n\n\n<p>1656&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eBewahrung\u201c der Kircht\u00fcr (Schmiedearbeiten)<\/p>\n\n\n\n<p>1664&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1000 Dachschindeln und N\u00e4gel<\/p>\n\n\n\n<p>1678&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; neue Kanzel<\/p>\n\n\n\n<p>1684&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reparatur und Vergr\u00f6\u00dferung<\/p>\n\n\n\n<p>1686-90&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2500 Dachschindeln und N\u00e4gel<\/p>\n\n\n\n<p>1709&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Glocke; in Schleiz gegossen von Meister Balthasar Platzer aus Eger<\/p>\n\n\n\n<p>1710&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2050 Schindeln und N\u00e4gel; \u00dcberarbeitung der Kirchenmauer durch Maurermeister S\u00e4nger aus Ebersdorf; Kirchenfenster durch Glaser Oelschlegel aus Saalburg; Decke t\u00e4feln durch Tischler aus Saalburg<\/p>\n\n\n\n<p>1711&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reparatur und Vergr\u00f6\u00dferung<\/p>\n\n\n\n<p>1729&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kirchhofsmauer gemacht durch Maurer und Zimmerleute und&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00dcberarbeiten des D\u00e4chleins incl. 1400 Schindeln<\/p>\n\n\n\n<p>1798&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Taufstein gestiftet<\/p>\n\n\n\n<p>1813\/14&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verlegung des Friedhofes vom Kirchhof zum jetzigen Standort, aufgrund von Platzmangel.<\/p>\n\n\n\n<p>1888&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reparatur und Vergr\u00f6\u00dferung:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche erh\u00e4lt ihr heutiges Aussehen. Der alte Turm wurde am 21. Juni abgetragen. Der Friedhof wird zum jetzigen Standort verlegt.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"306\" height=\"448\" src=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kirche-vor-1888.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151\" srcset=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kirche-vor-1888.jpg 306w, https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Kirche-vor-1888-205x300.jpg 205w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kirche vor 1888<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>1920&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wurde die im 1. Weltkrieg eingeschmolzene Glocke von der Firma \u201eFranz Schilling und S\u00f6hne, Apolda\u201c neu gegossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inschrift:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr die im Krieg geopferte Glocke von 1855\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>1927&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Renovierung innen<\/p>\n\n\n\n<p>1949\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neue Glocke, gegossen von der Firma \u201eFranz Schilling und S\u00f6hne , Apolda\u201c.   Die Inschrift lautet: \u201eMaron Atha 1. Kor. 16.22.\u201c \u00fcbersetzt \u201eUnser Herr kommt\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorherige wurde am 6. Januar 1942 (Zeit von Stalingrad) abgeh\u00e4ngt und danach eingeschmolzen. Es ist die kleinere Glocke gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>1983\/84\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0         Kirche und Umfassungsmauer werden neu verputzt<\/p>\n\n\n\n<p>1995&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Dach wird gedeckt, \u201eKnopffest\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>2001&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Renovierung innen und Installation einer neuen Orgel; Weihe am 31.10.<\/p>\n\n\n\n<p>2002&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einbau einer neuen Turmuhr und Elektrifizierung des Gel\u00e4utes<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"853\" src=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kolloration_1900-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-168\" srcset=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kolloration_1900-1.jpg 768w, https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/kolloration_1900-1-270x300.jpg 270w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kolloration um 1900<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aufstellung der Pfarrer:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>1325-1345&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Henricus de Zoppoten<\/p>\n\n\n\n<p>1360\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0             Otto von Kozkode<\/p>\n\n\n\n<p>1360-1420&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nicolaus von Kospoth&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Techant<\/p>\n\n\n\n<p>1420-1493&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Otto von Kospoth<\/p>\n\n\n\n<p>1493-1533&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kaspar Winter<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nicolaus Arnold\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kaplan<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1534&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reformation in Reu\u00df \u00e4ltere Linie<\/h2>\n\n\n\n<p>1534-1544&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Johann Obsee<\/p>\n\n\n\n<p>1545-1548&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Christoph von Watzdorf<\/p>\n\n\n\n<p>1548-1575&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Friedrich Lange<\/p>\n\n\n\n<p>1575-1607&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Johannes Fischer<\/p>\n\n\n\n<p>1608-1620&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Conrad H\u00f6rel<\/p>\n\n\n\n<p>1621-1638&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Georg Arnoldt<\/p>\n\n\n\n<p>1638-1649&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Henricus Horn<\/p>\n\n\n\n<p>1649-1651&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Adam Koppe<\/p>\n\n\n\n<p>1651-1692&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M. Christian Jhering<\/p>\n\n\n\n<p>1693-1731&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M. Nicolaus W\u00e4chter<\/p>\n\n\n\n<p>1731-1758&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M. Andreas Laurentius Feiler<\/p>\n\n\n\n<p>1758-1763&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heinrich Gottlieb Daniel Feiler<\/p>\n\n\n\n<p>1763-1800&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Georg Joachim Frank<\/p>\n\n\n\n<p>1800-1815&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heinrich Friedrich Hofmann<\/p>\n\n\n\n<p>1815-1866&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Karl Heinrich Hofmann<\/p>\n\n\n\n<p>1866-1867&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gottlieb Schwalbe&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vikar<\/p>\n\n\n\n<p>1867-1885&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heinrich Schott<\/p>\n\n\n\n<p>1885-1887&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Albin Frank&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vikar<\/p>\n\n\n\n<p>1887-1905&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ludwig Wendel<\/p>\n\n\n\n<p>1905-1937&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Friedrich Adler<\/p>\n\n\n\n<p>1938-1945&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Paul Schwendel<\/p>\n\n\n\n<p>1945-1959&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gustav Jache&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Umsiedler aus K\u00fcstrin an der Oder)<\/p>\n\n\n\n<p>1960-1966&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eberhard Zeuner<\/p>\n\n\n\n<p>1966-1968&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vertretung durch Pfarrer D\u00f6hring aus Ebersdorf<\/p>\n\n\n\n<p>1968-1973&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eckardt Vogel<\/p>\n\n\n\n<p>1973-1976&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vertretung durch Pfarrer Jaeckel aus Remptendorf<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>1976-1996&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Michael Thurm<\/p>\n\n\n\n<p>1996-2007&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Matthias Zierold (wurde sp\u00e4ter Probst in St. Petersburg<\/p>\n\n\n\n<p>2008&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Stefanie M\u00f6ller (verehelichte Ladwig)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Techant&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leiter eines Kirchspieles, wenn es mehrere Geistliche sind<\/p>\n\n\n\n<p>Vikar&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stellvertreter<\/p>\n\n\n\n<p>Kaplan&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hilfsgeistlicher<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Zur urspr\u00fcnglichen Ausstattung der Pfarrstelle geh\u00f6rte ein \u201ePfarr &#8211; Guth\u201c in Zoppoten mit 28,75 ha (1755); heute der Hof Werner (unterhalb des Pfarrhauses). R\u00f6ppisch war dienstbar mit 36,4 ha, verteilt auf die H\u00f6fe Nr. 8 und Teile der Nr. 9 und 34.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachbarort P\u00f6ritzsch hatte keine Kirche. Im Jahre 1505 stiftete ein von Draxdorf eine \u201eAnnen &#8211; Kapelle\u201c, die jedoch um 1600 wieder verfallen ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><strong>Stiftungen f\u00fcr die Kirche von R\u00f6ppisch:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1697 Kelch&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Elisabeth Magdalena von G\u00fcndderrott (Unter-Zopp.)<\/p>\n\n\n\n<p>1703 Taufschale&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Caspar H\u00f6pfner Bauer auf Nr. 50<\/p>\n\n\n\n<p>1783 Altarbekleidung&nbsp;&nbsp;&nbsp; Juliana Albertina von Reitzenstein (Unter-Zopp.)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Kirchenorganisation nach der Reformation (einige Ausz\u00fcge):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Universit\u00e4tsbildung wurde Pflicht f\u00fcr Pfarrer<\/li>\n\n\n\n<li>Verg\u00fctung der Pfarrer um 1550: 50 &#8211; 60 Gulden und Naturalien<\/li>\n\n\n\n<li>Unterhaltung der Geb\u00e4ude durch die Kirchgemeinde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Wesentliche Ausz\u00fcge aus der j\u00e4hrlichen Rechnungslegung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Rechnungsf\u00fchrer hie\u00dfen anfangs Gots-Vatter und sp\u00e4ter Kasten-Vatter und verrichteten die Arbeit f\u00fcr mehrere Jahre oder es ging reihum wie von 1663-1795. Dabei konnte man sich vertreten lassen. Es gab ein geringes Entgelt z.B. 1721 Andreas P\u00f6hlmann 4 Groschen im Jahr.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<p>Tagelohn eines Handwerkers um 1700 = 5 Groschen<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrung:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 12 Pfennig = 1 Groschen<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0       20 Groschen = 1 a\u00dfo \/ Taler \/ Gulden<\/p>\n\n\n\n<p>1779&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erneuerung der Kirchenuhr, Uhrmacher Carl aus Gefell, Preis 48 Reichstaler und die alte Uhr, davon 46 von Reizenstein<\/p>\n\n\n\n<p>1806&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beginn Schiefereindeckung, vermutlich nur das Schiff;  150 Zentner Schiefer aus Lehesten geholt; 1500 N\u00e4gel; 125 \/ 11 \/ 6 Kosten incl. 2 Schock Bretter vorrichten und verarbeiten (Windbruch im Kirchenholz)<\/p>\n\n\n\n<p>1809&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schindeln und 1500 N\u00e4gel, vermutlich f\u00fcr den Turm<\/p>\n\n\n\n<p>1814&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verlegung des Friedhofs zum heutigen Standort wegen Enge<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Steins\u00e4ulen mit Staketenzaun von Regierung gefordert<\/p>\n\n\n\n<p>Entsch\u00e4digung des Lehrers Henninger f\u00fcr den gro\u00dfen Teil des Schulfeldes<\/p>\n\n\n\n<p>1855&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 25Gulden f\u00fcr neue Glocke (Beitrag auf Weisung der Kirchenleitung). Diese Glocke wird im 1. Weltkrieg eingeschmolzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1533&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eVisitation\u201c des Kirchspiels Zoppoten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer ist Caspar Winter<\/p>\n\n\n\n<p>Lehnsherr ist der Landcomptur zu Zw\u00e4tzen (bei Jena)<\/p>\n\n\n\n<p>Eingepfarrte D\u00f6rfer:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; P\u00f6ritzsch, R\u00f6ppisch (Ropitsch) mit capell<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0             Sch\u00f6nbrunn (b\u00f6hmisch Lehen)<\/p>\n\n\n\n<p>Kaplan zu Zoppoten ist Nicolaus Arnoldt, erh\u00e4lt 3 \u00bd Gulden von Caspar von Draxdorf und h\u00e4lt jede Woche 1 Messe in Zoppoten und P\u00f6ritzsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfarr-Einnahmen:<\/p>\n\n\n\n<p>Zins:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 13 \u00bd Groschen 7 \u00bd Pfennige und 2 \u00bd Scheffel Korn sowie 2 Weihnachtssemmeln f\u00fcr 3 \u00bd Groschen<\/p>\n\n\n\n<p>Frohn:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 20 Tage mit Pferden; 3 \u00bd Tage m\u00e4hen (Gras); 3 \u00bd &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Tage \u201eHaberhauen\u201c und schneiden (Getreide)<\/p>\n\n\n\n<p>Korndecem:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (K\u00f6rner ohne Stroh) 23 \u00bd Scheffel Korn, 22 \u00bd Scheffel Haber (Hafer)<\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrgut:<\/p>\n\n\n\n<p>Ackerbau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00bd Hufe Lands (unklare Gr\u00f6\u00dfe \u2013 vielleicht 6-9 ha.) mit 2 \u00bd Scheffel Korn \u00fcber den Sommer, 2 \u00bd Scheffel Gerste&nbsp; und 7 \u00bd Scheffel Haferfeld<\/p>\n\n\n\n<p>Wieswachs:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 9 Fuder Heu und 1 \u00bd Fuder Grummet<\/p>\n\n\n\n<p>Inventar:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2 \u00bd K\u00fche<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVisitation&#8220; 1543:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePfarrer Herr Caspar Winter von Neustadt (a. d. O.) ist ungeschickt befunden, hat zwo verd\u00e4chtige Personen. Darumb ist er abgeschafft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVerordnet ein Sonntag um den andern Zoppoten fr\u00fch Messe, nach mittag zu R\u00f6ppisch \u2026, der gleichen in der Woche je 1 Tag den Katechismus predigen\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Inventar:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 6 \u00bd \u201eKue\u201c (K\u00fche)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"278\" src=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kirche-und-Schule.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43\" srcset=\"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kirche-und-Schule.jpg 448w, https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Kirche-und-Schule-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kirche und Schule<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Anhang zur Kirche<\/h1>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Die neue Glocke wurde 1949 in Auftrag gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. April 1950 lieferte die Firma Franz Schilling S\u00f6hne aus Apolda die Glocke an. Unser Schmied, Otto Fr\u00f6hlich, erstellte die Aufh\u00e4ngung f\u00fcr ganze 16,- Mark.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gussmasse stammte von einer anderen besch\u00e4digten Glocke aus Th\u00fcringen und wurde vom Landesbischof zugewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles zusammen kostete 703,50 Mark, aber es wurden 250,- Mark Nachlass gew\u00e4hrt. Die Kirchgemeinde zahlte endg\u00fcltig 453,50 Mark.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sammlung im Dorf hatte aber 900,50 Mark erbracht, so dass ein sch\u00f6ner \u00dcberschuss im Kirchkasten blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Schmied, Kurt Graf, trug im wahrsten Sinne des Wortes die Hauptlast beim Transport der Glocke auf den Kirchturm.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits zwei Jahre sp\u00e4ter, am 19. Juli 1952, lie\u00df die Kirchgemeinde eine Gedenkplatte aus Marmor f\u00fcr die Toten des 2. Weltkrieges im Kirchenvorraum anbringen. Hierbei wurde auch der Angeh\u00f6rigen der Umsiedler gedacht. Hergestellt wurde sie im VEB Marmorwerk Saalburg f\u00fcr 1 047,60 Mark. Die Gesamtkosten betrugen 1 158,78 Mark. Die Sammlung in der Gemeinde erbrachte 1 145,70 Mark. Beide Ereignisse zeigen anschaulich den Gemeinschaftssinn der R\u00f6ppischer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein beachtlicher Teil der Umsiedler war katholischen Glaubens. Heiratswillige Katholiken mussten \u201eumschulen\u201c, z.B. Ernistine Kl\u00f6tzer, Herbert Kiesel, Irmgart Ackermann und andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Dorf R\u00f6ppisch war ab der Reformation zu 100 % evangelischen Glaubens.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Anf\u00e4nge der Christianisierung im Oberland ist wenig bekannt. Jedenfalls war es im 9. Jh. Bestandteil des Ostfrankenreiches und damit im Prinzip r\u00f6misch-katholisch. 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