{"id":455,"date":"2024-08-11T14:58:57","date_gmt":"2024-08-11T12:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/?p=455"},"modified":"2025-06-04T22:37:58","modified_gmt":"2025-06-04T20:37:58","slug":"braende-in-roeppisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.roeppisch.com\/cms\/braende-in-roeppisch\/","title":{"rendered":"Br\u00e4nde in R\u00f6ppisch"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach Kirchenbuch und Archiv Greiz<\/p>\n\n\n\n<p>Am 27.August 1727 wurde dem Erhard Pasold ein S\u00f6hnlein getauft, namens Johann Heinrich. Bei Ausrichtung der Taufmahlzeit ist Feuer durch den gerechten Zorn Gottes, in diesem Hause aufgegangen und 10 H\u00e4user und 10 Scheunen nebst Vieh und eingesammelten Fr\u00fcchten bei gro\u00dfer D\u00fcrre in Asche gelegt. Der h\u00f6chste und gro\u00dfe Segen Gottes sei diesen armen Abgebrannten in gn\u00e4digem Andenken und ersetzte solch gro\u00dfen Brandschaden wieder mit reichem Segen um Christi Willen. (laut Kirchenbuch)<\/p>\n\n\n\n<p>Der ganze \u201eWinkel\u201c fiel diesem Brand zum Opfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 8.Oktober 1806 brannte es wieder, die Franzosen hausten im Dorf. Das Haus des Webers Johann Heinrich Friedrich Br\u00fcckner, Nr. 53, brannte mit allem Inventar ab und das Nachbarhaus Nr. 54 des Heinrich Phillipp Grimm wurde \u201eangesengt\u201c. Biwakiert wurde auf dem Hof Nr. 43.<\/p>\n\n\n\n<p>1821 brannten P\u00f6hlmanns \u201eP\u00f6hlandreass\u201c oder B\u00fchlennersch\u201c neben Ernst Rauh hinter der Kirche ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie bauten dort nicht wieder auf. Das Feuer entstand durch Unvorsichtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frau ging mit einem Kienspan in die Flachskammer um Flachs zu holen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Brand von 1875<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der 3. Nachmittagsstunde des 15.September 1875 brach im Geh\u00f6ft des Nicol Rau, Haus &#8211; Nr.25 Feuer aus, und zwar in einem d\u00fcrren Streuhaufen. Der Feueralarm und die Sturmglocke machten zum Teil die Leute, die auf der Flur besch\u00e4ftigt waren, aufmerksam. Es waren meist nur Kinder zu Hause. Die Herbeigeeilten versuchten das Element auf dem Herd nach vieler Anstrengung zu halten, was ihnen jedoch nicht gelang.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Nachbar nach dem anderen musste die Habseligkeiten, soweit es m\u00f6glich war, aus den H\u00e4usern und den H\u00f6fen retten, bis die gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Kirche beseitigt war, welche in der Hauptsache die gro\u00dfen Ahornb\u00e4ume verh\u00fcteten, was aus den abgebrannten Seiten derselben noch jahrzehntelang zu sehen war. Die anliegenden H\u00e4user, welche noch stehen geblieben waren, hatten sehr viel unter dem Einw\u00e4ssern zu leiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Abend nahte, lagen f\u00fcnf Wohnh\u00e4user 22 \u2013 26 und Scheunen und Nebengeb\u00e4ude mit voller Ernte in Tr\u00fcmmern. Mit banger Sorge mussten nun Obdachlose und futterloses Vieh im Ort untergebracht werden. Au\u00dferdem blieben Krankheit und Folgen der Abgebrannten nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ziegel f\u00fcr den Wiederaufbau wurden von ausw\u00e4rtigen Ziegelstreichern gemacht. Haus &#8211; Nr.22, Franz Pasold, und Haus &#8211; Nr.26, Heinrich Jakob, wurden im Herbst 1875 wieder unter Dach gebaut (die anderen 1876), Nebengeb\u00e4ude erst in den n\u00e4chsten 3 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im M\u00e4rz 1887<\/strong> gegen 10 Uhr abends brannte durch Brandstiftung die 1885 neu erbaute Scheune des Johann Pfeifer nieder und wurde im selben Jahr wieder aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ende Juli 1892<\/strong> stand pl\u00f6tzlich das Doppelhaus Nr.55 und Nr.56, Heinrich Pasold und Franz Grimm, gegen 2 Uhr nachmittags durch einen Essenbrand in Flammen. Es konnte jedoch auf dem Herd gehalten werden. Das neuerbaute Haus &#8211; Nr.54 bot Schutz. Es wurde nur das Haus &#8211; Nr.55 wieder neu aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>17.August 1932<\/strong> \u2013 Brand von 3 Geh\u00f6ften durch Blitzschlag<\/p>\n\n\n\n<p>In der Tagespresse von damals war unter folgender \u00dcberschrift zu lesen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin verh\u00e4ngnisvoller Blitzschlag\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNachts halb drei zuckte ein Blitzstrahl, auf den ein scharfer Donner folgte. Sofort standen die Scheunen von Paul Becher, Gotthold Joachim und Otto Fr\u00f6hlich in Flammen, welche vom Gewittersturm noch angefacht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Einsatz waren die Feuerwehren R\u00f6ppisch, Zoppoten, Ebersdorf, Friesau, Remptendorf und der Kreisl\u00f6schzug II aus Lobenstein. Der Schaden war enorm. Besonders hart traf es den Gastwirt Otto Fr\u00f6hlich. Nicht nur die neue Ernte und die landwirtschaftlichen Maschinen waren vernichtet, sondern auch das obere Stockwerk des neuen Hauses war abgebrannt und die Gastr\u00e4ume, welche 4 Wochen vorher dem Verkehr \u00fcbergeben worden waren, durch Wasser gesch\u00e4digt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Nachtrag dazu hei\u00dft es:\u201c Nach den schweren Brandf\u00e4llen der letzten Tage m\u00f6chte man w\u00fcnschen, dass die Brandfackel aus dem Kreise Schleiz verschwindet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der letzte Gro\u00dfbrand durch Blitzschlag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vom 4. zum 5. August 1947, R\u00f6ppisch Nr. 38, bei Pasold, Hugo.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz massiven Einsatzes der Feuerwehren R\u00f6ppisch, Ebersdorf, Remptendorf und Lobenstein brannte das Anwesen vollst\u00e4ndig ab.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Heuvorr\u00e4te waren vernichtet worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erg\u00e4nzungen aus der Zeit um den 30-j\u00e4hrigen Krieg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fast zum Ende des Krieges werden 1643 genannt:<\/p>\n\n\n\n<p>3 abgebrannte Bauernwirtschaften<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar Gro\u00dfner (vorher Georg Wenzel)\u00a0Wert 250 a\u00dfo heute Nr. 47<\/p>\n\n\n\n<p>Matthes Rau wie Caspar Gro\u00dfner heute Nr. 48<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Werner (Herren Lehn) Wert 300 a\u00dfo Teile Nr. 49<\/p>\n\n\n\n<p>Hans H\u00e4\u00dfler \u201eFrongut ganz abgebrannt\u201c Wert 72 a\u00dfo Teile Nr.49<\/p>\n\n\n\n<p>2 Kleinh\u00e4user \u201ew\u00fcst\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hans Gro\u00df, Lage unklar<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jobst Pasold, Lage unklar<\/p>\n\n\n\n<p>1 Kleinhaus bauf\u00e4llig:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Michel Drechsel, Schmied<\/p>\n\n\n\n<p>(a\u00dfo = Gulden)<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1624 brannte Hans Pasold, genannt Wei\u00dfkopf, ab. (heute Nr. 25). Er baute im gleichen Jahr neu.<\/p>\n\n\n\n<p>In allen F\u00e4llen sind keine n\u00e4heren Angaben vermerkt. Ortsangaben sind schwierig; auf keinen Fall lagen die unbekannten Brandstellen im heutigen unteren Dorf. Es brannte oft und ein kleines H\u00e4uslein war damals schnell wieder gebaut. Nicht alle Br\u00e4nde sind \u00fcberkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glich w\u00e4re der heutige Komplex von Gastst\u00e4tte H\u00f6lzer bis P\u00f6hlmann Nr. 34. Der Bereich H\u00f6lzer bis P\u00f6hlmann hie\u00df 1755 \u201eGewittergarten\u201c und bis ins 20. Jh. f\u00fchrte dort ein Weg l\u00e4ngs hindurch. Die Bebauung erfolgte schrittweise mit 4 Kleinh\u00e4usern von ca. 1760 bis 1820. Im Jahre 1821 zog der Hof P\u00f6hlmann nach einem Brand im \u201eWinkel\u201c dorthin um. Der Hof auf Nr. 43 (ehemals Klostergut) wurde erst 1825 wieder aktiviert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Kirchenbuch und Archiv Greiz Am 27.August 1727 wurde dem Erhard Pasold ein S\u00f6hnlein getauft, namens Johann Heinrich. 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